Franziska Eichstädt-Bohlig
Fraktionsvorsitzende Bündnis 90/Die Grünen im Abgeordnetenhaus von Berlin
Wann und wodurch sind Sie das erste Mal auf den Arbeitskreis Wohnungsnot aufmerksam geworden?
Den AK Wohnungsnot kenne ich seit fast 20 Jahren. In meiner Zeit als Bundestagsabgeordnete (1994-2005) und wohnungspolitische Sprecherin von Bündnis 90/Die Grünen habe ich vorwiegend und sehr gut mit der BAG Wohnungslosenhilfe e.V. zusammengearbeitet. Aber die praktischen Erfahrungen kamen aus Berlin.
Haben Sie schon einmal an Öffentlichkeitsaktionen oder Fachveranstaltungen des Arbeitskreises Wohnungsnot teilgenommen? Wenn ja, an welchen?
1996 lud mich der AK Wohnungsnot in einen Kreuzberger Supermarkt zum „Einkaufen zum Sozialhilfesatz“ ein. Das war harte Schule, die ich nie vergessen werde. 1997 habe ich (bei der Motz) einmal 24 Stunden Obdachlosigkeit probiert, auf einem Friedrichshainer Dachboden übernachtet und schnorren geübt - hat mir auch nicht geschadet. 2007 habe ich die „Lange Nacht der Wohnungslosenhilfe“ mitgemacht. Ich kenne viele Träger und Projekte, die Mitglieder des AK Wohnungsnot sind.
Wann und warum haben Sie sich über den Arbeitskreis Wohnungsnot mal so richtig geärgert?
Da muss ich passen.
Welches Lob wollten Sie dem Arbeitskreis Wohnungsnot schon immer mal aussprechen?
Der AK Wohnungsnot ist und bleibt ein unermüdlicher Anwalt der Wohnungs- und Obdachlosen.
Was wünschen Sie dem Arbeitskreis Wohnungsnot für die nächsten 20 Jahre?
Eigentlich würde ich dem AK Wohnungsnot gerne wünschen, dass er bald arbeitslos wird. Da das in Berlin aber in keiner Weise zu erwarten ist, wünsche ich den vielen engagierten Kolleginnen und Kollegen, die sich der Wohnungs- und Obdachlosen annehmen, alle Kraft und allen Optimismus für die nächsten 20 Jahre.
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