1988 - 2008: 20 Jahre Arbeitskreis Wohnungsnot // 5 Fragen - 5 Antworten: Marianne Knop-Camara

Marianne Knop-Camara

Sozialarbeiterin, Diakonisches Werk, ehemalige Aktive im AKWO

Wann und wodurch sind Sie das erste Mal auf den Arbeitskreis Wohnungsnot aufmerksam ­geworden?

Es muss im Herbst 88 oder Frühjahr 89 gewesen sein, als mich eine Kollegin aus der Sozial­hilfeberatung auf den Arbeitskreis Wohnungsnot aufmerksam gemacht hat.

Haben Sie schon einmal an Öffentlichkeitsaktionen oder Fachveranstaltungen des Arbeitskreises Wohnungsnot teilgenommen? Wenn ja, an welchen?

Ja, z. B. „Psychisch Kranke und Wohnungslosigkeit“.

Wann und warum haben Sie sich über den Arbeitskreis Wohnungsnot mal so richtig geärgert?

Zum Thema Betreuungsbedarf bei Wohnungslosen bzw. von Wohnungslosigkeit Betroffenen gab es unterschiedliche fachliche Positionen; meine Position (ein Teil der Personen benötigt Betreuung) wurde von anderen Teilnehmer/innen als Durchsetzung von Trägerinteressen interpretiert.

Welches Lob wollten Sie dem Arbeitskreis Wohnungsnot schon immer mal aussprechen?

Das fachliche Niveau hat sich positiv entwickelt. Aktivitäten sind für die Akzeptanz von Wohnungslosen in der Öffentlichkeit förderlich.

Was wünschen Sie dem Arbeitskreis Wohnungsnot für die nächsten 20 Jahre?

Nicht zu verkrusten und neue Kolleg/innen, die neue Ideen und kritische Fragen zum Althergebrachten mitbringen werden. Dass der Arbeitskreis verkünden kann, es gibt keine/n Wohnungslose/n mehr in Berlin und Umgebung: jeder hat das, was er sich wünscht: ein Haus, ein Dach, eine Wohnung oder auch eine Jurte, wenn es ihm/ihr beliebt.

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