Rainer Lachenmayer
 Referent für Altenhilfe, Soziales und stationäre Pflege beim
Paritätischen LV Berlin e. V.
Wann und wodurch sind Sie das erste Mal auf den Arbeitskreis Wohnungsnot aufmerksam geworden?
Besonders erinnerlich ist mir eine LIGA-Sitzung zu Zeiten, da Berlin noch eine Insel war. Da erschienen einige AK-Menschen, um dem LIGA-GF ihre Sicht der Dinge zu vermitteln (ich meine, es ging um Befürchtungen angesichts geplanter Umstrukturierungen der Angebote für Wohnungslose vom Zuwendungs- in das Leistungsrecht). Frei nach John Irving habe ich diese Episode unter „AKWO und wie er die Welt sah“ abgespeichert.
Haben Sie schon einmal an Öffentlichkeitsaktionen oder Fachveranstaltungen des Arbeitskreises Wohnungsnot teilgenommen? Wenn ja, an welchen?
Falls die Fragen darauf abzielen, Gedächtnisleistungen älterer Mitarbeiter der Freien Wohlfahrtspflege kritisch zu überprüfen, ist das voll gelungen: Immerhin, ich vermag, mich an zwei Fachveranstaltungen zu erinnern, deren Themen mir allerdings nicht mehr so präsent sind. Das liegt sicherlich auch daran, dass beides schon länger zurückliegt. Von meinem Zeitgefühl her lagen aber zwischen diesen beiden Veranstaltungen einige Jahre. Daraus könnte ich schließen, das umschreibt man konstruktiv wohl mit „selten, aber kontinuierlich“.
Wann und warum haben Sie sich über den Arbeitskreis Wohnungsnot mal so richtig geärgert?
Viel Feind - viel Ehr? - Sorry, damit kann ich nicht dienen: Nicht, dass mir manches engagierte Tun des AK nicht manchmal auch etwas fehlgeleitet erschien, aber das Engagement in der Sache war immer zu erkennen. Da ärgert man sich nicht. Da zollt man eher Respekt.
Welches Lob wollten Sie dem Arbeitskreis Wohnungsnot schon immer mal aussprechen?
Die Nacht der Wohnungslosenhilfe in 2007 war eine sehr gelungene Veranstaltung und qualifizierte Lobbyarbeit.
Was wünschen Sie dem Arbeitskreis Wohnungsnot für die nächsten 20 Jahre?
Viel Erfolg bei allen Vorhaben, d. h. engagierte Menschen, die mitarbeiten, eine Politik, die auf Fachvorschläge hört und eine gehörige Portion Pragmatismus bei der Setzung von Zielen (selbstverständlich sind zwei bis drei kleine Utopien auch im Pragmatismus noch zulässig)!
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