Peter Zedler
Sozialarbeiter, Beratungsstelle Levetzowstraße, ehemals Aktiver im AKWO
Wann und wodurch sind Sie das erste Mal auf den Arbeitskreis Wohnungsnot aufmerksam geworden?
Vor 20 Jahren, ich war damals bei den Anfängen dabei, d. h. Besuch im Büro des damaligen Sozialsenators Ulf Fink, Gespräche in seiner Verwaltung an der Urania u. a. mit Vertretern der gemeinnützigen Wohnungsbaugesellschaften, Frau Pina usw.
Haben Sie schon einmal an Öffentlichkeitsaktionen oder Fachveranstaltungen des Arbeitskreises Wohnungsnot teilgenommen? Wenn ja, an welchen?
Ja, es gab mal eine Veranstaltung in der Pumpe zu einem Thema, welches sich im erweiterten Sinne mit dem Thema Wohnen, Wohnraumbeschaffung und Erhaltung befasste, die Moderation hatte u. a. Anette Plobner, als Referent trat u. a. Herr Wild vom Mieterverein auf, es muss Anfang der Neunziger Jahre gewesen sein.
Wann und warum haben Sie sich über den Arbeitskreis Wohnungsnot mal so richtig geärgert?
Es war in der Anfangszeit, es gab damals sehr zähe und hartnäckige Verhandlungen zwischen den Vertretern der beteiligten Sozialarbeiter, dem Senatsvertreter und der gemeinnützigen Wohnungsbaugesellschaften (…). Es ging um die Bedingungen des auszuhandelnden Kooperationsvertrages (…). Damals gab es noch ein Wort, welches es heute kaum noch gibt oder welches zumindest kaum noch ausgesprochen wird, es war das Zauberwort „Forderung“, es wurden vonseiten des AK z. T. sehr berechtigte Forderungen bezüglich des Kooperationsvertrages aufgestellt, aber wie es nun mal war, die Forderungen wurden mehr und mehr erweitert und irgendwann wurden die Verhandlungen vonseiten des AK abgebrochen, ich sehe noch die Titelseite in der TAZ „AK bricht einseitig die Verhandlungen ab“, es gab danach sehr hitzige und kontroverse Diskussionen, es kam dann eine andere Person ins Spiel (…), er warb vehement dafür die Verhandlungen wieder aufzunehmen, irgendwann gab es dann diesen Kooperationsvertrag, danach wieder hitzige Diskussion diesen Kooperationsvertrag abzulehnen (Verrat Verrat!). Es gab dann Listen, auf denen sich die beteiligten Institutionen für Wohnungsbewerbungen eintragen konnten, um zunächst mal einen Bedarf anzumelden und zu überprüfen. Personen die anfangs zum Boykott dieses Vertrages aufgerufen hatten, waren die ersten, die dann ihren Bedarf angemeldet hatten. Es war halt eine emotionale und auch sehr widersprüchliche Zeit, die im Nachhinein betrachtet doch sehr wichtig und nützlich war.
Welches Lob wollten Sie dem Arbeitskreis Wohnungsnot schon immer mal aussprechen?
Dass es ihn immer noch gibt und er aus meiner Sicht das wichtigste Fachgremium in dieser Stadt ist, welches sich kompetent und engagiert für die Belange der Wohnungslosen einsetzt.
Was wünschen Sie dem Arbeitskreis Wohnungsnot für die nächsten 20 Jahre?
Dass er sich auch weiterhin so engagiert für diesen Personenkreis einsetzen wird, trotz allen zu erwartenden finanziellen Einschnitten, politischen Veränderungen, Irrungen und Windungen, weiterhin viel Kraft und auch Spaß haben wird, ein positiver Störenfried zu bleiben. Fordern fordern fordern Unmögliches wird sofort erledigt, Wunder können ein klein wenig warten. Vielen Dank für alle bisher geleisteten Aktivitäten!
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20 Jahre Arbeitskreis Wohnungsnot: Alle Infos zum Geburtstag
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- 5 Fragen - 5 Antworten: Sven Bahlmann, Dr. Wolfgang Bohleber, Dr. Volker Busch-Geertsema, Franziska Eichstädt-Bohlig, Joachim Hötzel, Elfi Jantzen, Ingeborg Junge-Reyer, Marianne Knop-Camara, Gisela Krüger, Rainer Lachenmayer, Rainer-Michael Lehmann, Martin Lenz, Dr. Petra Leuschner, Rainer Mosandl, Christa Sijbrandij, Prof. Ingrid Stahmer, Robert Veltmann und Peter Zedler
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