Stellungnahmen: Aufruf zur Demo am 22.10.2002 in Berlin

Ein Virus kennt keine Moral!

Eine Seuche geht um in dieser Stadt.

In diesem Jahr hat sie uns unsere geliebten Einrichtungen, die Wohnungslosentagesstätte des IB in der Meteorstrasse in Reinickendorf und das Kontaktcafé der Stadtmission in der Streustrasse in Weissensee genommen. Nun droht der Virus die Soziale Verantwortung auch in anderen Bezirken zu infizieren:

Den Tagesstätten Schillerpromenade des Diakonischen Werkes Neukölln-Oberspree und UnterDruck -Kultur von der Strasse in Mitte wurden massive und existenzbedrohende Kürzungen angekündigt, das bedeutet, wenn diese Kürzungen nicht zurückgenommen werden, müssen diese Einrichtungen zum Ende des Jahres schließen. Von vormals zehn Wohnungslosentagesstätten werden dann nur noch sechs übrigbleiben (wie lange noch?).

Die Senatsverwaltung steht dieser Pest in den Bezirken konzeptlos gegenüber.

Schließt euch alle unserem Klagemarsch an. Ihr könntet die nächsten Opfer der Seuche sein!

Dienstag, 22.10.2002 um 10.30 Uhr
Treffpunkt: Rathaus Neukölln
Karl-Marx-Str. 83, 12040 Berlin, U7 Rathaus Neukölln

Wir wollen vom Bezirksamt Neukölln über Hermannplatz, Kottbusser Damm, Adalbertstrasse zum Sitz der Senatorin für Soziales in der Oranienstrasse, und von dort weiter zum Sitz der BVV Mitte im neuen Stadthaus ziehen. Zum Abschluss planen wir eine Kundgebung auf dem Alexanderplatz, wo auch für einen kleinen stärkenden Imbiss gesorgt sein wird.

  • Wir wollen einen fröhlichen aber mahnenden Klagezug. Kommt alle in schwarzer Trauerkleidung mit Trauerausstattung.
  • Bringt Transparente mit, auf denen Ihr eure Kritik an der jetzigen Sparpolitik im Sozialbereich sowie eure Vorschläge zur Umverteilung der Sparlast darstellt.

Veranstalter:
Arbeits
Gemeinschaft
Berliner
Wohnungslosentagesstätten

c/o Warmer Otto, Bugenhagenerstr. 9, 10551 Berlin

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